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Gebrauchsanweisung für Tirol

Von Landeck bis Lienz, Zillertal bis Kufstein: Bernd Schuchter, waschechter Tiroler, begibt sich jenseits der gängigen Werbeslogans auf die Suche nach dem Mythos seiner Heimat. Vorbei an Almwiesen und steilen Hängen zieht es ihn in die Universitätsstadt Innsbruck – seit dem Mittelalter wichtiger Knotenpunkt zwischen Nord und Süd. Er ergründet seine Landsleute, diese seltsamen Wesen, die so gerne schweigen und dabei stolz sind auf ihre Berge und tausend Kirchen, auf Krimiautoren wie Bernhard Aichner und Erfolgsunternehmen wie Swarovski.
Und er geht selbstironisch den brisantesten Fragen nach: Kennen sich hier alle fünfhunderttausend Einwohner wirklich persönlich? Beginnen amouröse Abenteuer immer noch mit einer Leiter, die am Fenster der Angebeteten angelegt wird?

 

„Bernd Schuchter legt eine „Gebrauchsanweisung für Tirol“ vor, in welcher er in
subjektiver Manier Phänomenen wie dem „Kaspressknödelfaktor“ oder der Trias „Leder, Loden und Polyester“ leserfreundlich auf der Spur ist und sich dabei weniger als klassischer Reise- denn mehr als kulturhistorischer Mentalitätsführer durch sein Heimatbundesland erweist.“
Gerald Schmickl, Wiener Zeitung


 

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Jacques Callot und die Erfindung des Individuums

Worum im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) gekämpft wird, darum wird auch heute noch Krieg geführt: um Macht, Geld und den wahren Glauben. Und wie in jedem Krieg wird die Kunst zur Dienerin der Propaganda degradiert – was für Zeiten, um ein Künstler werden zu wollen!

 

„Bernd Schuchter gelingt es vielmehr, diese einen Künstler in seiner Zeit spiralig umkreisende Charakterstudie, welche so stupend viele Parallelen zu unserer Gegenwart aufweist, ohne dass diese platt eindimensional enggeführt werden, in fast makelloser, blendend durchrhythmisierter Sprache zu Papier zu bringen.“
Alexander Kluy, Literaturhaus Wien

„Der Innsbrucker Bernd Schuchter hält den Dreißigjährigen Krieg fest. Sehr fest hält er ihn, so hätte man schon in der Schule über Kriege reden sollen, und man sieht die Elenden, die Verhungerten, Vergewaltigten, Gefolterten.“
Peter Pisa, Kurier


 

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Innsbruck abseits der Pfade. Reiseführer

Innsbruck – Stadt des Föhns, Universitätsstadt inmitten hoher Berge, Herz der Alpen, wie es die Tirol-Werbung suggeriert, Olympiastadt, Stadt des Skifahrens, des Mountainbikens, Stadt des Wassers, Stadt der Baustellen.

 

„Ein Fremdenführer, der auch Einheimischen Augen öffnet […] Mit Leidenschaft, Augenzwinkern und einem sehr persönlichen Zugang nimmt Schuchter den Leser mit auf seine Streifzüge und führt dabei nicht nur quer durch die Stadt, sondern auch quer durch die Geschichte.“
Denise Daum, Tiroler Tageszeitung

„Bernd Schuchter ist ein idealer Begleiter für das Verweilen, Kontakt Aufnehmen, Geschichten Erzählen. Er nimmt die Gäste mit Umsicht in Empfang und zeigt ihnen nur Menschen und Aktivitäten, die er auch selbst schätzt. Selten ist in einem Guide so wenig gelogen worden wie in diesem fast schon poetischen Pfad durch die Herzensstadt der Alpen.“
Helmuth Schönauer, Südtiroler Tageszeitung
 


 

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Föhntage. Roman

Kind sein bedeutet, ganz in der Gegenwart zu leben, die Dinge so zu nehmen, wie sie sind, die Dinge, die nicht da sind, nicht zu vermissen – und doch die Kälte der Leerstellen zu spüren.

 

„Man merkt schon: Bernd Schuchter hat einen ziemlich utopischen Roman geschrieben.“
Erich Hackl, Die Presse

Föhntage ist ein leises, nostalgisches Buch, einfach und mit viel Wärme erzählt – und eine schöne Liebeserklärung an Innsbruck.“
Friedrike Gösweiner, Tiroler Tageszeitung

„In Kontrast zu den finsteren früheren Zeiten ergibt das einen Roman, der davon erzählt, wie die Gegenwart die Vergangenheit frisst, bis sie für kommende Generationen nur noch als dürres Knochengerüst müde klappert.“
Anton Thuswaldner, Salzburger Nachrichten

 


 

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Пора вітрів. Pоман

Im April 2016 ist der Roman Föhntage auf Ukrainisch beim Verlag Buch XXI in Czernowitz in der schönen Übersetzung von Oleksandra Hryhorenko erschienen.

Пора вітрів bedeutet so viel wie Zeit der Winde, was wohl die stürmischen Zeiten beschreiben soll, in denen der Roman spielt. Föhntage ist ein Roman über die politischen Verwerfungen im Südtirol der Sechziger- und Siebzigerjahre des 20. Jahrhunderts und der Föhn, dieser berühmte Fallwind, der so oft in Nordtirol für schönes Wetter sorgt, ist exemplarisch für den Umgang der Menschen mit der eigenen und der politischen Vergangenheit. Wie beim Föhn wird gute Miene zum bösen Spiel gemacht. In der Ukraine ist der Föhn gänzlich unbekannt; was man kennt ist die Frage nach der eigenen Herkunft, nach Heimat und Identität, was den Roman Föhntage auch in der Ukraine hochaktuell werden lässt.

 

 

 


 

linkundlerke rechtsLink und Lerke. Roman

Wie es wirklich war oder wie es gewesen sein könnte. Wer weiß das heute schon noch. Ob ein Vater in Wien oder St. Gallen gebürtig ist, Jude oder nicht, ob er Seiler ist oder etwas anderes, am Ende bedeutet es nichts.

 

Link und Lerke ist ein sehr einfühlsamer Roman, ein berührender Film noir, in Buchstaben gegossen.“
Die Presse

„Dass man als Leser das nachdenkliche Ende bedauert, zeigt, dass es Schuchter gelungen ist, uns Link und Lerke ans Herz zu legen.“
Wolfgang Huber-Lang, APA

Link und Lerke ist ein erzählkritisches Kabinettstück.“
Joachim Leitner, Tiroler Tageszeitung

 


 

linkandlerke rechtsLink and Lerke. A novel

This is how it could be.
This is how it could have been.

 

Im Oktober 2016 ist der Roman Link und Lerke auf Englisch beim Verlag KBR Digital in South Carolina in der schönen Übersetzung von Rachel Hildebrandt erschienen.

Das ideale Buch zur rechten Zeit. Die feinnervige Erzählung von Link und Lerke wurde behutsam von Rachel Hildebrandt ins Englische übersetzt und erscheint in einer schönen Ausstattung bei KBR, South Carolina. In other words: A puzzling inheritance leads Ariel Link to Hohenems, his father's hometown. An unknown woman bequeaths him a secretary, and her daughter Lerke is left to work out the details. From this chance meeting a fragile love story with an uncertain outcome develops.


 


 

jenedinge rechtsJene Dinge. Erzählung

Vom wahren Leben im falschen.

 

„Besticht durch Unaufgeregtheit und sprachliches Können.“
Echo

„Bernd Schuchters Erzählung Jene Dinge könnte man als eine literarische Studie über Herkunft und Milieu lesen..“
Literaturhaus am Inn

„In einer ungeheuren Dichtheit an Themen und Motiven erzielt Bernd Schuchter eine intensive Beschreibung von Sehnsucht und Ohnmacht.“
Literaturhaus Wien

 


 


 

meretlein rechts.1Meretlein. Erzählung

 

„Gottfried Keller hat im Grünen Heinrich (ab 1854) eine ergreifende, nur etwa sieben Buchseiten umfassende Erzählung mit dem Titel Das Meretlein verfaßt: Eine wohlhabende Bürgerfamilie übergibt ihr ungeliebtes Kind Emerentia einem Dorfpfarrer zur Correction, zur Erziehung, Ertüchtigung und Züchtigung. Das überaus kurze Leben der Meret, ebenso wie die sehr kurze Geschichte Gottfried Kellers, entfaltet der Autor Bernd Schuchter nun auf etwa 90 Seiten. Auf den Versuch des Zürcher Protestanten, sich den Sprachgepflogenheiten des 17. Jahrhunderts zu nähern, folgt hier der Versuch des jungen Innsbrucker Autors, Gottfried Keller in Stil und Intention nachzuempfinden. In der Darstellung des trostlosen Lebens und makabren Sterbens des Kindes, das Gegenstand geistlicher, pädagogischer und auch literarischer Bemühungen geworden ist und dem solcherart ein literarisches Denkmal errichtet wird, mag der Leser ein wichtiges Merkmal des Poetischen Realismus entdecken: „Wirklichkeit, übergoldet mit dem Schimmer der Poesie“ (Keller).