Aufwachsen in Innsbruck

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Franz Hessel mit „Spazieren in Berlin” steht ebenso Pate wie Walter Benjamin mit „Stadt des Flaneurs”, wenn Bernd Schuchter über sein Aufwachsen in Innsbruck nachdenkt. Wie kaum eine andere Stadt ist Innsbruck ein Refugium des Spaziergängers, dem Flanieren zur Kunst wird. So sehr sich Innsbruck in den letzten Jahrzehnten auch verändert hat, die Altstadt mit ihren Gassen, Läden und versteckten Orten hat sich wenig verändert – vor allem nehmen alle Innsbrucker an ihr Anteil, kommen sie auch ursprünglich aus Hötting, Wilten, dem Saggen oder Pradl. Das Herz der Stadt gehört all jenen, die es flanierend erkunden.


Bernd Schuchter unternimmt in „Aufwachsen in Innsbruck” auch einen Gang in die Vergangenheit, in ein altes Innsbruck mit seinen verschwundenen Geschäften und Plätzen, erinnert an berühmte Jugendhäuser oder Sozialprojekte, erzählt von Hausbesetzungen und dem naiven Zugang zur Welt in vordigitalen Zeiten – und besucht Orte, die sich erhalten haben und ihren Teil zum Gedächtnis der Stadt beitragen.

128 Seiten. Verlag der Wagner’schen Universitätsbuchhandlung 2018
Kartoniert
ISBN 201-8-1010-0012-4